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Haus & Grund Report - Ausgabe 1/2010 - Seite 2
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Energetische Modernisierung (1):
Bessere steuerliche Förderung?

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen von Union und FDP schienen höhere Abschreibungen für klima- und umweltgerechte Modernisierungsmaßnahmen in Wohngebäuden schon in greifbare Nähe gerückt. Die Umsetzung scheiterte jedoch am Widerstand der Haushälter, die eine zu hohe Belastung der öffentlichen Kassen fürchteten.  

  

Die durch verbesserte Abschreibungen verursachten – temporären – Steuermindereinnahmen fielen jedoch wohl deutlich geringer aus, als bisher angenommen. Bis in die 1990er Jahre hinein war die Abschreibung für energetische Modernisierungen von Wohnimmobilien schon einmal Realität. Investitionen konnten über einen Zeitraum von zehn Jahren mit jeweils zehn Prozent jährlich steuerlich geltend gemacht werden. Dies führte zwischen den Jahren 1981 und 2000 zu jährlichen Steuerausfällen von durchschnittlich 234 Millionen Euro. Ein Vergleich hierzu: Die umstrittene Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotelübernachtungen kostet Bund, Länder und Gemeinden ab 2010 jährlich etwa eine Milliarde Euro.

Den Subventionsberichten lässt sich darüber hinaus entnehmen, dass die entsprechende Vorschrift in der Einkomensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) 100.000-fach angenommen wurde, mit deutlichen Auswirkungen auf die Investitionstätigkeit vor allem der privaten Eigentümer.

  HuG Report 1/2010 Grafik 2


Haus- und Grundeigentum
Anteil der Haushalte mit Haus- und Grundeigentum innerhalb der Gruppe der …
• Selbstständigen
• Beamten
• Arbeiter
• Rentner und Pensionäre
• Angestellten
65,9%
65,2%
50,1%
50,0%
48,3%
Quelle: Statistisches Bundesamt, Wirtschaftsrechnungen 2009

Arbeiterhaushalte:
Mehrheitlich Haus- und Grundeigentümer

Daten des Statistischen Bundesamtes bestätigen, dass ziemlich exakt die Hälfte aller Arbeiterhaushalte Haus und/oder Grundeigentum halten, genau 50,1 Prozent.  
 
Damit liegen die Arbeiterhaushalte noch vor den Angestelltenhaushalten, die zu 48,3 Prozent Haus- und/oder Grundeigentümer sind. Ein ähnlich hoher Anteil wie bei den Arbeiterhaushalten findet sich in der Gruppe
  der Rentner und Pensionäre. Die Gruppe der Selbstständigen und die Gruppe der Beamten verfügen ebenso mehrheitlich über Immobilieneigentum (65,9 bzw. 65,2 Prozent).
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