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Pressemitteilung vom 22.04.2009
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Entwicklung der Kaltmieten unterhalb der Preissteigerung

Haus & Grund: Weitere Belastungen für private Vermieter vermeiden

„Die Mieter haben steigende Kosten, die Vermieter real geringere Einnahmen.“ So fasst Rolf Kornemann, Präsident von Haus & Grund Deutschland, neueste Zahlen zur Preisentwicklung auf den deutschen Wohnungsmärkten zusammen. In den vergangenen vier Jahren seien die Steigerungsraten der Nettokaltmiete fast durchgängig unterhalb der allgemeinen Verbraucherpreisentwicklung verlaufen, im Jahr 2008 sogar deutlich (siehe Grafik). Hingegen habe sich die Wohnungswärme (Zentral- und Fernheizung) seit 2005 um rund 40 Prozent verteuert, mit starken Anstiegen in den Jahren 2005 und 2008.

Kornemann nahm diese Daten zum Anlass, auf die schwierige Situation privater Vermieter in Deutschland aufmerksam zu machen: „Mit 60 Prozent ihrer Wohnungen machen private Vermieter keinen Gewinn. Vor diesem Hintergrund sollte der Staat alle Maßnahmen unterlassen, die sie zusätzlich belasten.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf die notwendige energetische Sanierung des Gebäudebestands. Niemand könne von den Vermietern verlangen, fünf- bis sechsstellige Beträge zu investieren, wenn sich diese nicht in angemessener Frist refinanzieren ließen. Kornemann bezeichnete den Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die staatliche Unterstützungen rechtfertige. Entlastungen bei Steuern und Abgaben sowie die Anpassung des Mietrechts zugunsten energetischer Sanierungen im Gebäudebestand seien zentrale Aufgaben in der kommenden Legislaturperiode.
Entwicklung der Kaltmieten























Quelle: Statistisches Bundesamt, eigene Darstellung
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